Posted on Jun 14, 2014 | 4 Kommentare

“Klotz” – na, das erinnert euch an etwas oder? Holzklotz? Das hat mit den rasant gefallenen Brennholzpreisen in den letzten Tagen zu tun. Ist hier Gesprächsthema Nr. 1 in NRW.

Na klar! Das Unwetter!

‘Ela’ hiess es. Die haben wir auch gleich nach dem ersten Blitzschlag angefangen ehrfürchtig zu siezen. Können Sie da auch mal weggehen, Ela? Z.z.? (‘Ziemlich zügig’ Anm.d.Red.)

Aber mal ganz der Reihe nach.

Die Mama hatte ja am Montag schon bei Facebook so 2 Stunden vor dem Unwetter erste Warnungen vernommen. “Superzelle” war eines der Worte. Hohe Blitzrate. Bis zu 100 Blitze pro Minute. Die Mama hatte erst daran gedacht das Stativ aufzustellen um coole Blitzbilder mit der Kamera einzufangen mit einer mehrminütigen Dauerbelichtung. Äh, Korrektur. MehrSEKÜNDIGEN. Bei 100 Blitzen pro Minute reichen ein paar Sekunden ja dicke.

Statt dessen hat die erstmal zugesehen noch etwas Luft in die Wohnung reinzubekommen. Das Stativ ist ja schnell aufgebaut und wie die Kamera funktioniert weiss sie im Großen und Ganzen auch. Und dann ging es Schlag auf Schlag. Erst fiel *RUMMS* ein Fenster zu, es wurde dunkel, so dass die Mama erstmal alle Fenster zugemacht hat. Dann ging es auch schon los. Noch bevor der Regen kam gab es schon die ersten Blitze und *ZACK* sassen wir im Dunkeln!

Die Mama hat aus dem Fenster geguckt und die ganze Stadt war dunkel! Kein Strom, Kein Internet, noch nicht mal mobiles Internet. Und dann kam schon der Regen und schlug gegen alle Fenster. An die Kamera hatte die Mama gar nicht mehr gedacht, aber das konnte sie auch vergessen. Da hätte sie schon Fotokunst auspacken müssen um sich in Makro-Regentropfen spiegelnde Blitze zu fotografieren.

Und dann flogen die ersten Gegenstände gegen die Fenster. Im ersten Stock wohlgemerkt! Die Mama ist kreidebleich geworden. Hat sich erstmal die Taschenlampe geschnappt, die Transportkörbe rausgeholt und so hingestellt dass man schnell die Katzen reinschmeissen und die zumachen kann. Dann hat die sich fertig angezogen und die Tasche gepackt und an die Wohnungstür gehangen und lief durch die ganze Wohnung und hat mit der Taschenlampe die ganze Zeit kontrolliert wo wir sind, damit die immer genau weiss wo sie zupacken muss um uns in die Körbe zu bekommen. Dabei hat sie dann immer vor sich hingemurmelt wen sie am besten in welchen Korb setzt und wie sie die Körbe dann am besten trägt.

Der Jinpa war clever, der hat die ganze Zeit unter dem Esszimmertisch gesessen. Hat der bestimmt im Hurricane-Survivalbuch gelernt, der Streber. Die Lucy war in ihrer sicheren Küche und die obercoolen Kater sind die ganze Zeit von Fenster zu Fenster gelaufen. Mittlerweile waren das schon 30 Grad in der Wohnung – bei uns war es ja vorher an den Tagen gar nicht so warm – und ganz schön schwül. War nicht schön. Dann ist sie alle 2 Minuten zum Aquarium und hat kontrolliert ob die Fische schon nach oben gehen zum Luft schnappen, aber denen ging es gut.

Seelisch hatte sie sich schon auf einen Wasserwechsel bei Taschenlampenlicht vorbereitet. Der Strom war ja weg, also funktionierte die Pumpe nicht.

Der Strom war dann auch für fast 2 Stunden weg. Mittlerweile ging aber zumindest an dem Handy wieder das Internet, so dass die Mama mal checken konnte ob es das war oder ob da noch was kommt. Die Aquarienforen haben auch verkündet, dass 2-3 Stunden Stromausfall kein Thema seien, so dass langsam wieder Farbe in Mamas Gesicht kam. Da haben wir sehr, sehr viel Glück gehabt. Auch im Garten ist noch alles stehengeblieben. Es gab natürlich etliche Äste mit Blättern zu beseitigen, aber wir sind verschont geblieben.

Ein paar Meter weiter sah das schon ganz anders aus. Der Stromausfall wurde übrigens durch eine von einem umgestürzten Baum getroffene Oberleitung verursacht. In vielen Teilen ging nichts mehr. Die Mama konnte dann am Dienstag Homeoffice machen und am Mittwoch hatte sie auch Gelegenheit uns zu berichten wie es in anderen Ruhrgebietsstädten und vor allem in Düsseldorf aussieht, da wo sie arbeitet.

Die Arbeitskollegin von Mama, die Anke, die den “wasdie3catsnichtmögennehmeichlabradorgerne”-Max hat, der immer unsere abgelegten Pullis äh unser abgelegtes Fleisch bekommt, die hat viele tolle Fotos gemacht die wir euch hier mal zeigen möchten.

Das hier hat die Mama aus dem Auto heraus mit dem Handy gemacht als sie im Stau auf der Theodor-Heuss-Brücke stand. Das links ist der Rhein und das was da umgeknickt auf der Erde liegt das sind Bäume.

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Und da wo die Bäume liegen, das hat die Anke sich dann nochmal näher angeschaut.

Und hier will der Ebo uns noch verpupkackeiern. Der Ebo ist das Herrchen von Max. Oder so…

Da will der uns wohl erzählen der hätte den Baum umgefahren. Ja nee, is klar!

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Obwohl?

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Bedröppelt guckt er ja schon.

Kann ich auch:

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Wenn ihr wissen wollt ob der Ebo schuld ist an den ganzen umgekippten Bäumen, dann könnt ihr ihn auch selber fragen. Der veranstaltet in Düsseldorf nämlich die Altbiersafari. Warum die so auf altes Bier abfahren können wir nicht sagen. Aber wenn der mal eine Fleischbiersafari macht, dann kommen wir auch mal auf einen Katzensprung vorbei.

Bis dahin wisst ihr aber zumindest schon mal: Uns geht es gut! Und ich war’s nicht!

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Und wir heizen diesen Winter wohl ausschliesslich mit Holz…

♫ Mein Freund, der Baum, ist …. ♫ *träller*

Danke, Anke!