Iceland – Day 4 – A unicorn waterfall *screams*

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On day 4 it was time to pack again and to go to the next overnight stay in Hvolsvöllur. Along the way Vík should be on the plan again and the weather looked promising as well. Unfortunately it didn’t work out for Lady Aurora the night before. The sky was clear, but the lady was too weak. Since the chances were supposed to become better and an increase from KP Index 2 to 4 was announced, we appreciated the beautiful weather with almost cloudless sky and little wind.

We experienced the sunrise again while on the road.

The church of Vík (Víkukirkja) can be found on many photos. In my pictures now, too.

And especially for the 3 needles we were incredibly lucky that day. The days before and after were stormy and rainy but I was able to photograph the Reynisdrangar needles with a cloudless sky. There was also a strong breeze, but if you ram the tripod deep into the sand during the 13 seconds long exposure with a gray filter and then hang yourself onto it, you might get 2 out of 10 photos in a good quality. 😉

Next we visited the waterfalls. One of the places on the list today was the large Skógafoss and the small, hidden Kvernufoss right next to it. First we went to Kvernufoss. But I didn’t dare to go the whole way, because there was a very steep corner right at the river in the canyon. No way! I only had to look at the place and saw myself lying in the water. No trampled path, no handholds, no rope, no barriers, no signs. That is Iceland, too. I turned around and let Karsten walk and even the sun laughed at me:

Or did she laugh with me? At least it wasn’t the only barrier, 2 more followed. Luckily Karsten didn’t swarm too much about the waterfall later, otherwise I had to hit him.

Then we made the few meters to Skógafoss. Unfortunately this large waterfall was also a magnet for tourist buses of all sizes and it was completely impossible to photograph the waterfall without any humans. So I immediately lost the fun. Then we drove back to the hotel and I found a waterfall I had fun with. I almost hyperventilated in the car like a 12-year-old Hello Kitty fanatic. “Rainbow! Rainbow! There was a rainbow waterfall!” *girlie screech* At a certain place the distant waterfall (without people), if it was hit in the right angle by the sun, was glowing in all rainbow colors. Karsten had to turn around and we had to find the place again. NOW! While I walked along the road and looked for exactly the right spot, Karsten waited at the nearest stop and it was clear that exactly there the rainbow colours would be visible as well.

But isn’t it chic?

We were back at the hotel quite early, also because we wanted to search for Aurora late in the evening due to the cloudless sky so I took a little nap. For the sunset there was no nice, close spot anyway.

We started again when it was already dark. On the evening before I asked Karsten a question which still kept me busy and which he couldn’t answer. In Iceland it is very dark at night. Keyword “light pollution”. Now we had a full moon, but the question was whether it was still possible to get a properly exposured picture at the darkest place, to the darkest time. The darker it is, the more light you have to collect and we know from the beginnings of photography that you can expose for days. But what about today’s cameras? How good are they? Well, this mother of all questions should clarify itself on this day. And surprise me.

The first suitable photo of this evening is not yet spectacular. We were again at the Seljalandsfoss, which is illuminated in the evening. At that time there were hardly any people around.

But he didn’t really wow us, also because of the full moon, which is very annoying for polar lights. Since the Skógafoss was so crowded today, but would certainly be a great foreground for the green lady and besides I still had the question of all questions on my lips, we decided to go there.

So we drove the right road, but there was no waterfall to be seen from far and wide. God, it was dark. Also the moon was still behind the hill. Only on the last meters we could see a difference between deep black and dark grey (the water). On the parking lot there were still some people, but at the waterfall far and wide no one. The opportunity to photograph Skógafoss without people!

And here my question about the dark place at dark night has been answered. Did you know that you can overexpose a night photo at 30 seconds exposure time so heavily that only a white image remains? 😉

Again we didn’t see the Aurora and meanwhile the sky was cloudy. A check of the forecast for the cloud cover didn’t mean anything good for the rest of the night. So we decided to go home. On the way back we captured a nice atmosphere at full moon (and a passing car).

An Tag 4 hiess es wieder packen und auf zur nächsten Unterkunft in Hvolsvöllur. Auf dem Weg dorthin sollte wieder Vík auf dem Plan stehen und das Wetter sah erneut vielversprechend aus. Leider hat es für Lady Aurora in der Nacht zuvor wieder nicht gereicht. Der Himmel war frei, aber die Lady zu schwach. Da die Chancen besser werden sollten und ein Anstieg von KP Index 2 auf 4 angekündigt war, nahmen wir das schöne Wetter mit fast wolkenfreiem Himmel und wenig Wind wohlwollend zur Kenntnis.

Den Sonnenaufgang erlebten wir wieder von unterwegs.

Die Kirche von Vík (Víkukirkja) findet man auf vielen Fotos. Bei mir jetzt auch.

Und besonders für die 3 Zinnen hatten wir an diesem Tag unglaublich viel Glück. Die Tage davor und danach hat es gestürmt und geregnet. Ich konnte die Reynisdrangar Felsen dagegen mit wolkenlosem Himmel ablichten. Heftigen Wind gab es auch, aber wenn man das Stativ bei der 13 Sekunden dauernden Langzeitbelichtung mit Graufilter tief in den Sand rammt und sich anschliessend drauf abstützt, dann bekommt man auch 2 von 10 Fotos in guter Qualität hin 😉

Weiter ging es dann zu den Wasserfällen. Heute standen unter anderem der große Skógafoss und der kleine, versteckte Kvernufoss direkt daneben auf der Liste. Zuerst sollte es zum Kvernufoss gehen. Den ganzen Weg habe ich mir aber nicht zugetraut, weil es in der Schlucht auf einmal eine sehr steile Ecke direkt am Fluss gab, die man überwinden musste. No way! Ich brauchte die Stelle nur anschauen und sah mich im Wasser liegen. Kein eingetrampelter Weg, keine Haltegriffe, kein Seil keine Absperrung, keine Hinweisschilder. Auch das ist Island. Ich bin dann umgekehrt und ließ Karsten ziehen und sogar die Sonne lachte mich aus:

Oder lachte sie mich an? Zumindest sollte es bei der einen Engstelle nicht geblieben sein, es folgten noch 2 weitere. Zum Glück schwärmte Karsten später nicht allzusehr von dem Wasserfall, sonst hätte ich ihn hauen müssen.

Weiter ging es dann die paar Meter zum Skógafoss. Leider war dieser große Wasserfall auch ein Magnet für Reisebusse in allen Größen und es war völlig unmöglich, den Wasserfall ohne irgendeinen Menschen abzulichten. So verlor ich umgehend den Spaß daran. Wir fuhren dann wieder zurück in Richtung Hotel und ich fand einen Wasserfall, an dem ich Spaß hatte. Fast hyperventilierte ich im Auto wie eine 12-jährige Hello Kitty Fanatikerin. “Regenbogen! Regenbogen! Da war ein Regenbogenwasserfall!” *girliekreisch* An einer bestimmten Stelle leuchtete der weit entfernte Wasserfall (ohne Menschen), wenn er im richtigen Winkel von der Sonne getroffen wurde, in allen Regenbogenfarben. Karsten musste umdrehen und wir mussten die Stelle wiederfinden. Aber SOFORT. Während ich den Strassenrand ablief und nach exakt der richtigen Stelle suchte, wartete Karsten an der nächstgelegenen Haltebucht und es war ja klar, dass genau da die Regenbogenfarben genauso sichtbar waren.

Aber ist er nicht schick?

Wir waren dann relativ früh wieder zurück am Hotel, auch weil wir uns aufgrund des wolkenfreien Himmels noch spät Abends auf Aurorasuche machen wollten und ich genehmigte mir ein kleines Nickerchen. Für den Sonnenuntergang gab es eh keinen guten, nahen Spot.

Als es schon dunkel war, ging es dann wieder los. Bereits am Vorabend hatte ich Karsten eine Frage gestellt, die mich immer noch beschäftigte und die er mir nicht beantworten konnte. In Island ist es ja sehr dunkel in der Nacht. Stichwort Lichtverschmutzung. Nun hatten wir zwar Vollmond, aber die Frage war, ob es auch am dunkelsten Ort, zur dunkelsten Zeit immer noch möglich war eine ordentlich belichtete Aufnahme hinzubekommen. Je dunkler es ist, desto mehr Licht muss man bei der Fotografie sammeln und dass man auch tagelang belichten kann, wissen wir aus den Anfängen der Fotografie. Aber wie ist das mit heutigen Kameras? Wie gut sind die? Nun, diese Mutter aller Fragen sollte sich an diesem Tag klären. Und für Überraschung sorgen.

Das erste zeigbare Foto von diesem Abend ist noch nicht spektakulär. Wir waren wieder am Seljalandsfoss, der abends angeleuchtet wird. Zu der Zeit waren auch kaum Menschen unterwegs.

Aber der haute uns nicht so ganz um, auch wegen des für Polarlichter lästigen Vollmonds. Da der Skógafoss ja heute so von Menschen überlaufen war, aber bestimmt ein toller Vordergund für die grüne Lady sein würde und ich zudem noch die Frage aller Fragen auf den Lippen hatte, entschliessen wir uns, noch dorthin zu fahren.

Wir sind dann die richtige Strasse reingefahren, aber von einem Wasserfall war weit und breit nichts zu sehen. Himmel, war das dunkel. Der Mond war auch noch hinter der Kuppe. Erst auf den letzten Metern konnte man einen Unterschied zwischen tiefschwarz und dunkelgrau (das Wasser) ausmachen. Auf dem Parkplatz waren noch ein paar Leute, aber am Wasserfall weit und breit kein Mensch. Die Gelegenheit, den Skógafoss menschenleer abzulichten!

Und hier wurde dann auch meine Frage zum dunklen Ort zu dunkler Nacht beantwortet. Wusstet ihr, dass man ein Nachtfoto bei 30 Sekunden Belichtungszeit so derbe überbelichten kann, dass nur ein weißes Bild bleibt? 😉

Die Aurora haben wir wieder nicht gesehen und mittlerweile war der Himmel wolkenverhangen. Ein Check des Bewölkungsgrads verhiess auch für den Rest der Nacht nichts Gutes. Wir beschlossen daher wieder zurück zu fahren. Unterwegs fingen wir noch eine nette Lichtstimmung bei Vollmond (und einem zufällig vorbeifahrendem Auto) ein.

Kopiert!