Iceland – Day 7 – Drama, Drama, Drama

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This second-last day will probably be our most memorable day and not necessarily in a good sense. It started quite well. After the cancelled Aurora chase we slept another 2 hours and started late into the morning. During breakfast I had the first time to look at the photos on my MacBook properly and was shocked to find out that I had about 10 million sensor spots on the Z6. I’d seen one or two before, but the stamping away in Lightroom really got out of hand:

I’ve noticed before that the bare, completely exposed sensor of the Z6 was grateful for absorbing 2-3 droplets of water from the drizzle that the wind blew into the car while I stood in the door frame and changed the lens in the car, but I thought they were drying without a trace. Wrong thought. So for the brand-new camera, which I probably used only 20 times, it meant open heart surgery. And I wasn’t expecting it and had only 2 sensor swaps for APS-C cameras with a smaller sensor in my luggage. How the sensor cleaning is done was something I learned fortunately in a camera cleaning course, which I had even inspired myself at that time, but never performed one before. So what do you do if you happen to have the author = heart surgeon of this course with you? Right! You look nicely and innocent like a dog and ask if he could do this difficult procedure. He buried the first swab right away under the kitchen table and managed to clean the sensor with the second swab. Hallelujah! The patient is alive!

The journey could continue.

It was supposed to be the Snæfellsnes peninsula today. Again the strong wind was our constant companion. We found also a few coincidental places we had to spend a closer look to, although my list was not exactly short. And I was afraid to change the lens because I was out of sensor swabs now. So the razor-sharp 35 mm lens remained on the Z6 and the D7500 was equipped with the 85 mm lens. With this equipment I took the following photos of this day.

Around Snæfellsnes:

Olafsvik. Ólafsvíkurkirkja.

 

Ingjaldshólskirkja.

Lavafield, this time with less snow.

We spent an especially long time at Skarðsvík Beach. There the water leaks out of the rocks and runs into the sea, it’s stormy and the waves rage, but you still feel safe and the sand is brighter there, which is rather rare for Iceland. Besides, there was hardly any snow and ice. So there were beautiful contrasts:

A great gimmick about perspective. This is not a photomontage, it is just taken this way.

Malarrif Lighthouse:

Lost Places also exist on Iceland.

Probably the most photographed house on Iceland. Arnarstapi:

When you see only so few animals, you are happy about a seagull. 😉

The black church of Budhir. Buoakirkja.

Kirkjufell.

For this evening the chances of a cloudless sky and to eventually photograph the Aurora seemed quite good. But only in a few places. One of them was Olafsvik and so we decided at 21:30 to try our luck there. But it left us halfway. While we could stare at our first flat tire in the middle of nowhere, a huge Aurora arch hung in the sky on the right. It didn’t help, we had to take care of the tyre first, before we were responsive for the Aurora. Changing the tyres by ourselves was not possible, especially with the wind. With the available tools, the car would probably have dropped directly onto the ground if the wheel had been removed. So we had to call for help somehow. Sixt was no longer reachable and only gave out the 112 emergency number. Even though we knew beforehand that this wasn’t an emergency, we had no chance to get help in any other way. But they kindly gave us the hotline of “Road Assistance 24”, who would send someone out after a payment of about 100 Euros. This someone was already there after 20 minutes, shortly after a hailstorm and another 175 Euro changed the bytes from my credit card to his. We noticed that the tyre was completely worn out, even running on the metal core. But since this was on the inside, you couldn’t see it during the handover inspection. So a little advice for you: Take a close look at the tyres of your rental car. And for us this meant: If the Icelander says that he would rather not go on with the tyres and replace them immediately with new ones, then you better follow the advice. So no more Aurora hunting and back to the hotel. Meanwhile the sky was completely closed anyway. Now we would have to drive a lot to find an open sky and one flat tyre was enough for us, after the enormous chances to get another flat tyre.

Dieser vorletzte Tag wird uns wohl am deutlichsten in Erinnerung bleiben und nicht unbedingt im guten Sinne. Dabei fing er recht gut an. Nach der abgebrochenen Aurorajagd hiess es noch 2 Stündchen schlafen und wir starteten daher erst spät morgens in den Tag. Beim Frühstück hatte ich das erste Mal richtig Zeit, mir die Fotos auf dem MacBook anzuschauen und stellte mit Entsetzen fest, dass ich gefühlte zehn Millionen Sensorflecken auf der Z6 hatte. Ein oder zwei hatte ich vorher schon gesehen, aber mittlerweile artete das Sensorflecken wegstempeln in Lightroom schon richtig in Arbeit aus:

Mir ist schon vorher aufgefallen, dass der nackte, völlig freiliegende Sensor der Z6 dankbar 2-3 Wassertröpfchen vom Nieselregen annimmt, die der Wind ins Auto bläst, während ich im Türrahmen stehend das Objektiv im Auto wechsel, aber ich dachte, dass die rückstandslos wieder abtrocknen. Falsch gedacht. Also hiess es für die nagelneue Kamera, die ich vielleicht gerade so 20 mal im Einsatz hatte, bereits Operation am offenen Herzen. Und ich hatte damit gar nicht gerechnet und nur 2 Sensorswaps für APS-C-Kameras mit kleinerem Sensor im Gepäck. Wie die Sensorreinigung funktioniert habe ich glücklicherweise im Kamerareinigungskurs gelernt, den ich ja sogar damals selbst angeregt hatte, aber noch nie eine durchgeführt. Was tut man also, wenn man zufällig den Autor = Herzchirurgen dieses Kurses mit dabei hat? Richtig! Man setzt seinen Hundeblick auf und fragt ganz lieb, ob er diese schwierige Operation übernehmen könnte. Er beerdigte dann auch gleich den ersten Swab unter dem Küchentisch und konnte dann aber mit aller Routine mit dem zweiten Swab den Sensor reinigen. Hallelujah! Der Patient lebt!

Die Reise konnte weitergehen.

Heute sollte es um die Halbinsel Snæfellsnes gehen. Wieder war der heftige Wind unser ständiger Begleiter. Dafür gab es aber auch einen Zufallsfund nach dem anderen zu vermelden, obwohl meine Liste nicht gerade kurz war. Das Objektiv zu wechseln traute ich mich aber nicht mehr. Das rasiermesserscharfe 35 mm Objektiv blieb an der Z6 und die D7500 bestückte ich mit dem 85 mm Objektiv. Dabei entstanden dann die folgenden Fotos.

Rund um Snæfellsnes:

Olafsvik. Ólafsvíkurkirkja.

 

Ingjaldshólskirkja.

Lavafeld, diesmal mit weniger Schnee.

Besonders lange waren wir am Skarðsvík Beach. Dort sickert Wasser aus den Felsen und läuft ins Meer, es ist stürmisch und die Wellen toben, aber man fühlt sich dennoch sicher und der Sand ist dort heller, was für Island eher selten ist. Ausserdem gab es kaum Schnee und Eis. So gab es schöne Kontraste:

Eine tolle Spielerei zum Thema Perspektive. Dies ist keine Fotomontage, sondern so fotografiert.

Malarrif Lighthouse:

Lost Places gibt es auch auf Island.

Das wohl am meisten fotografierte Haus Islands. Arnarstapi:

Wenn man so wenig Tiere sieht, dann freut man sich auch über eine Möwe. 😉

Die schwarze Kirche von Budhir. Buoakirkja.

Kirkjufell.

Für diesen Abend sahen die Chancen auf einen wolkenfreien Himmel und dafür endlich die Aurora abzulichten ganz gut aus. Allerdings nur an wenigen Stellen. Eine davon war Olafsvik und so beschlossen wir gegen 21:30 Uhr dort unser Glück zu versuchen. Dieses verliess uns aber auf halber Strecke. Während wir mitten im Nirgendwo unseren ersten platten Reifen bestaunen konnten, hing rechts ein riesiger Aurora-Bogen am Himmel. Nutzt nichts, wir mussten uns erst um den Reifen kümmern, bevor wir aufnahmefähig für die Aurora waren. Alleine wechseln war nicht möglich, vor allem bei dem Wind nicht. Bei dem verfügbaren Werkzeug wäre der Wagen vermutlich direkt auf die Bremsscheiben gekippt, wenn das Rad einmal ab gewesen wäre. Also mussten wir irgendwie Hilfe rufen. Sixt war nicht mehr erreichbar und gab nur die 112er Notfallnummer raus. Auch wenn wir vorher wussten, dass das kein Notfall war, für den Feuerwehr oder Notarzt zuständig sind, hatten wir keine große Chance irgendwie an Hilfe zu kommen. Diese gaben uns dann aber netterweise die Hotline von “Road Assistance 24”, die nach einer Zahlung von rund 100 Euro jemand rausschicken würden. Dieser Jemand war dann sogar schon nach 20 Minuten und einem krassen Hagelsturm da und weitere 175 Euro wechselten die Bytes von meiner Kreditkarte zu seiner. Dabei stellten wir dann fest, dass der Reifen völligst abgefahren war, sogar schon auf dem Metallkern lief. Da dies aber auf der Innenseite war, konnte man es bei der Übergabeinspektion nicht sehen. Also ein kleiner Tipp für euch: Guckt euch die Reifen eures Mietwagens genau an. Für uns hiess das nun: Wenn schon der Isländer sagt, mit den Reifen würde ich lieber nicht mehr weiterfahren und die sofort gegen neue ersetzen lassen, dann folgt man dem Rat lieber. Also keine Aurorajagd mehr und bedröppelt zurück. Mittlerweile war der Himmel ohnehin wieder komplett zu. Wir hätten jetzt viel fahren müssen, um einen freien Himmel zu finden und ein platter Reifen reichte uns, nachdem die Chancen auch auf dem anderen Reifen einen Platten zu bekommen so enorm hoch waren.

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