Neben Futter, artgerechter Haltung, kreativen Momenten und Tierschutz gibt es noch eine andere Sache, die uns am Herzen liegt.

Das sind die unzähligen vierbeinigen Kumpels, die auch heute noch für Kosmetika oder Tierfutterentwicklungen leiden müssen.

Es gibt verschiedene Organisationen und Initiativen, die sich die Aufklärung darüber auf die Fahne geschrieben haben. Frauchen fand Facebook z.B. lange Zeit voll blöd. Da wusste die aber noch nicht, wie grandios man sich informieren kann genau über die Themen, die ihr wichtig sind. Ebenso gibt es auch Gruppen, in denen sich Gleichgesinnte treffen und austauschen.

Seitdem sie dort angemeldet ist und regelmässig Updates von den ganzen Initiativen und Organisation erhält ist sie was das Thema Tierversuche angeht nochmal wachgerüttelt worden. Die dachte nämlich echt, daß mittlerweile bei allen großen Firmen nur noch sog. In-Vitro Tests gemacht werden. Das sind Tests, bei denen man im Reagenzglas mit Zellkulturen, Gewebeproben und Mikroorganismen arbeitet. Viele Eigenschaften wie Giftigkeit, krebsauslösende, erbgutverändernde und fruchtschädigende Wirkungen von unterschiedlichsten Substanzen lassen sich im Reagenzglas untersuchen. Die Wirkungen von Medikamenten können “in vitro” im Detail beobachtet werden. Diese neuen wissenschaftlichen Forschungsmethoden liefern im Gegensatz zum Tierversuch für den Menschen wirklich relevante Ergebnisse.

Aber weit gefehlt!

Hier mal ein Auszug, was z.B. im Hause Hill’s geschehen ist im Rahmen einer Studie. (Man muss nicht immer alles wissen. Manchmal setzt sich so etwas in Form von Bildern fest, die immer wieder hochkommen und Euch die nächsten Tag sehr belasten. Wenn ihr meint, daß ihr so etwas schlecht lesen könnt – dann überspringt den nächsten Absatz einfach.)

Die Firma Hill’s Pet Nutrition, der Colgate-Palmolive-Gruppe angehörend, hat weitere Experiment an Hunden und Katzen finanziert, die wir hier kurz zusammenfassen: Um den Natrium-Bedarf von ausgewachsenen Katzen herauszufinden, wurden 35 Katzen in verschiedenen Gruppen aufgeteilt, die mit Nahrung unterschiedlichen Natrium-Gehalts gefüttert und in regelmäßigen Abständen einer Blutentnahme unterzogen wurden, bis einige Tiere Appetit- und Gewichtsverlust aufwiesen. Die Katzen wurden einzeln während 4 Wochen in kleine –Käfige eingesperrt, bis sie überschnappten, da sie sich nicht bewegen und die Krallen nicht wetzen konnten.

Quelle: Animals Liberty: Tierversuche: Tierfutter

Wenn man sich mal näher damit befasst, dann finden sich unzählige Tierquälereien, die von Firmen in Auftrag gegeben werden, deren Produkte ihr kauft. In dem Bericht Tierversuche: Tierfutter von der Organisation Animals’ Liberty findet man neben dem obigen Auszug leider noch eine ganze Reihe davon.

Jetzt kann man ja viel lesen und schlimm finden. Die Frage ist: Was ist dran an dem Ganzen? Ist das wirklich genau so geschehen? Wenn ja, dann müsste es genug Zeitungen geben, die darüber berichten, oder? Bei einer Suche nach der Studie von Hill’s finden wir diese nicht sofort, aber dafür Unmengen von anderen Seiten. Ein paar der aufgeführten Studien können wir aber dennoch finden. Teils sind sie von 2001, 2006. Interessant wird es wenn wir auf der – bei der Suche gefundenen- Seite der US National Library of Medicine, National Institutes of Health mal die Begriffe “Cats” und “study” eingeben für “Katzen” und Studie”. Wir finden 33.662 Einträge. Sicherlich nicht alle so schlimm, aber wenig schlimm ist auch schlimm und im normalen Haushalt sind die bestimmt nicht beobachtet worden.

Dort gibt es dann einen groben Überblick über die Studie, u.a. die Anzahl der Tiere.

Was wir uns immer wieder fragen: Wie kommen die Tiere dorthin? FIP erkrankte Tiere werden doch nicht einfach beim Tierarzt abgefangen. “Ihr Tier wird sowieso sterben, Sie können es uns auch für eine Studie überlassen.” Wir vermuten einfach mal, daß die Tiere extra mit dem Virus infiziert werden, was uns sehr betrübt.

Eine weitere sehr gute Initiative, von denen man in letzter Zeit öfter hört und wo auch richtig etwas passiert, ist Ärzte gegen Tierversuche e. V. – die Hauptforderung lautet “Abschaffung aller Tierversuche”. Ganz in unserem Sinne! Auch dort findet man eine Datenbank mit Tierversuchen, in denen man gezielt suchen kann. Unsere “Natrium Studie” findet wir dort auch nicht, dafür 167 andere zum Thema Ernährung und Katzen. Vermutlich war die Studie vor 1995. Auch sonst gibt es auf den Seiten genug zu entdecken. Einige Überraschungen warten auf euch, wer alles schuld am Leid von Tieren ist – wie auch ein kleiner Online Shop, aus dem man das meiste Infomaterial kostenlos herunterladen kann. Für das nächste Schulprojekt, den Hausarzt, den Tierschutzverein oder ganz einfach für Euch. Sehr empfehlenswert!

Und dann, ja dann haben wir noch PETA, die größte Organisation in diesem Bereich. Schon so lange in aller Munde wie das Wort “Ozonloch” – eine Zeit lang auch so häufig- aber dann wurde es etwas still. Mit dem Internet und den sozialen Netzwerken änderte sich das rapide. Heute ist PETA wieder in aller Munde.

PETA polarisiert – haben sie schon immer getan. Ob das Bilder sind, die zumeist falsch interpretiert werden, ob das Farbattacken auf Pelze sind, jeder hat schon irgendwo von PETA gehört.

Wir finden die Botschaften generell gut, die Art und Weise manchmal etwas zu extrem provokativ und dadurch inhaltsleer. Denn komischerweise bleibt bei uns nichts Dauerhaftes hängen. Keine Lehre, die wir ziehen können, keine Aufforderung sein Gehirn zu benutzen, sich mehr zu interessieren. Irgendwie ist es meistens dasselbe und irgendwie immer von allem zu viel.

Wenn man sich aber mal die Zeit nimmt auf der PETA Webseite zu schnüffeln, dann ändert sich das. Unmengen von Informationen, nicht festgelegt auf einen Bereich, jeder ethische Verstoss wird aufgedeckt und für die Tiere Partei ergriffen. Auf der Webseite ist PETA auch nicht so extrem, nicht so radikal, nicht so militant. Egal ob ein Tier betroffen war oder mehrere – bei PETA zählt jedes Tier. Das finden wir gut!

Ein echter PETA Anhänger ist Veganer. Punkt. Damit wird man sofort auf der Startseite konfrontiert. Veganer sind uns sehr sympathisch, obwohl wir Fleischfresser sind. Frauchen hat eine starke Sojamilchallergie die ihr schon einen Aufenthalt im Krankenhaus wegen eines Asthmaanfalls beschert hat und Fleisch ißt sie nur sehr bedacht, weil sie die Massentierhaltung nicht unterstützen möchte. Umso froher ist sie, daß man als Nicht-Veganer und Fast-Vegetarier nicht sofort verurteilt wird. Auch dafür gibt es nicht-militante Plädoyers. Die Broschüre “Selbst wenn Sie Fleisch mögen” von der Albert-Schweitzer Stiftung und die dazugehörige Webseite “Selbst Wenn“. Die Broschüre kann man übrigens auch in Papierform bestellen und am nächsten Infostand auslegen.

Das Fazit ist immer dasselbe: Je weniger Fleisch gegessen wird, desto weniger Tiere müssen leiden.

Es wird immer ethische Zwickmühlen für Katzenbesitzer geben, die ihr Tiere artgerecht ernähren möchten, wie “Eintagsküken”, “ganze Beutetiere” oder “Eigentlich wäre ein Katzenfutter mit hohem Getreideinhalt für weniger Tierleid verantwortlich.”

Irgendwo in dieser Zwickmühle müsst ihr Euch wiederfinden. Auch bei den Organisationen müsst ihr Euch wiederfinden. Ihr solltet nur nicht alles blind glauben. Eine Studie von 1990 für einen Boykott von heute zu nehmen (ist jetzt nur ein Beispiel) wäre nicht fair, wenn der Konzern danach seine ethische Einstellung geändert hat und heute Tierversuche ablehnt (wie gesagt nur ein Beispiel) – Menschen können sich ändern.

Für alle gilt jedoch dasselbe:

Wo immer ein Tier in den Dienst des Menschen gezwungen wird,
gehen die Leiden, die es erduldet, uns alle an.

– Albert Schweitzer –