Posted on Aug 23, 2016 in Jasper | 2 Kommentare

Letzte Woche ist ein Kumpel von uns gestorben. Der Mikesch. Ein Bilderbuch eines kätzischen Wanderpokals, der aber dann auf seiner letzten Stelle bleiben durfte. Der Mikesch hatte eine schwere Ataxie und war dadurch ein bisschen undicht hinten. Weil er aber seinen gesicherten Garten so liebte und freien Zugang dazu hatte, war er von Frühjahr bis Herbst fast ununterbrochen draußen. Er schlief dort, spielte dort, beobachtete das Leben um ihn herum und holte sich dort auch letztendlich den sehr dramatischen und tragischen Tod, dessen Einzelheiten wir euch ersparen werden.

Die Mama hatte dann mit der Tanja (der Mama vom Mikesch) telefoniert, die natürlich total traurig war und sich Vorwürfe gemacht hat, dass sie ja eigentlich gar nichts merken konnte aber trotzdem nichts gemerkt hat. Und die Mama hat dann versucht zu trösten und meinte dann: „Naja, wenn Du ihn gefragt hättest, ob er lieber ein kurzes Leben in seinem geliebten Garten mit einem tragischen Ende oder ein langes behütetes Leben im Haus hätte haben wollen, dann weißt Du doch, was er geantwortet hätte.“

Und ich fand das ziemlich faszinierend. Hinterher fragte ich die Mama dann:

„Sag mal, Mama, wie meintest Du das denn vorhin? Ich darf ja jetzt zum Beispiel nicht in den Garten, weil das hier bei uns total gefährlich ist. Ist das Leben vom Mikesch denn dann wertvoller (gewesen) als meins?“

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