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Fundierte Mieztipps und qualifizierter Unfug von Katzen für Katzen. Und ihr so?

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Jasper: Kiffen für Katzen [CBD Öle und Katzen]

Jasper: Kiffen für Katzen [CBD Öle und Katzen]

Posted on Jun 7, 2020 in Jasper, Katzenernährung, Katzengesundheit | 4 Kommentare

Seit einiger Zeit kann man ja nicht mehr durchs Miezenet surfen, ohne dass an jeder Ecke eine Dealermiez steht, die einem CBD-Öl schmackhaft machen möchte. Klar, bei den krassen Preisen, die das Zeug hat, lohnt sich der Verkauf natürlich. Und selbstverständlich ist das alles auch völlig uneigennützig, denn CBD-Öl kann alles, auch Coronakrebsaids heilen. Mindestens.

Und weil uns das ziemlich auf den Keks geht, wenn Lieschen Müller unreflektiert in einer Epilepsiegruppe davon schwärmt, wie toll das Naturmittel doch ist, im Gegensatz zu der bösen Chemie (Phenobarbital Anm. d. Red.) und es Lieschens Bengal-Coon-Fold-Mix ‚Adonis von den Blingblingglitzerpuschels‘ mit einer völlig überdosierten Anzahl an Tropfen pro Tag sooo gut geht, dann muss es natürlich am CBD-Öl liegen. Der Hersteller hat ihr auch ganz toll mit der Dosierung geholfen, nicht der Tierarzt. Weil der ja die böse Chemie verordnet hat, die ja offensichtlich nicht hilft. Immerhin nimmt Adonis von den Blingblingglitzerpuschels das böse chemische Produkt jetzt schon zwei Wochen und er hat immer noch mal Anfälle zwischendurch. Erklärungen, dass Phenobarbital bei Katzen ein seit dem Jahre 1912 wunderbar erprobtes Mittel ist und dies ca. 3 Wochen benötigt, um einen funktionierenden Wirkspiegel aufzubauen oder dass Adonis aufgrund der hohen Dosis an CBD-Öl wahrscheinlich  halb sediert in der Ecke liegt und deswegen keine Anfälle mehr hat, kann man sich dann sparen. Nutzt nix. Natur besiegt Chemie. Hersteller besiegt Tierarzt.

Als wir für diesen Artikel recherchiert haben, haben wir uns natürlich einen Überblick verschafft, was so in der deutschen Bloggerszene über das CBD-Öl bei Katzen berichtet wird und haben festgestellt, dass 75 % Herstellerseiten existieren, die natürlich nur das Gute zu berichten haben. 20 % waren Artikel auf Katzenseiten oder bei THPs, die größtenteils auch eine Produktempfehlungen enthielten. Wie wenige davon mit „Werbung“ gekennzeichnet sind, ist wirklich verblüffend. Nur 5 % fanden sich auf veterinärmedizinischen Seiten und waren eher oberflächlich, dabei aber auch kritisch. Wären wir jetzt völlig unbedarfte Katzen einer Katzenhalterin mit Blingbling-Katzen und würden nach einem Heilmittel für egal was suchen und auf CBD-Öl stoßen, würde unsere Gefrierschranköffnerin das bestimmt auch ganz toll finden. Man findet ja auch quasi nichts Negatives im Netz.

Das wollen wir ändern.

Nicht unbedingt, dass wir das unbedingt schlecht machen möchten, aber zumindest mal die Augenbrauen heben, den Ist-Stand teilen und einen „Hallo? Geht’s noch?“ Blick in die richtige Richtung werfen.

Wir möchten euch neutrale Informationen an die Hand geben, zeigen, was CBD wirklich kann, was bei Preisen zwischen 25 und 200 Euro pro 10 ml jetzt vielleicht nicht ganz so unwichtig ist und euch insbesondere für die Anwendung bei Katzen sensibilisieren, denn Katzen sind keine kleinen Hunde oder kleinen Menschen und von den sehr speziellen Stoffwechselvorgängen in dem pelzigen Wunderwerk der Natur haben leider nur die wenigsten wirklich Ahnung von. Wir wollen jetzt auch nicht so vermessen sein und behaupten, wir wüssten das alles, aber wir wissen wo es steht und sind in der Lage das zusammenzutragen.

Was ist CBD-Öl?

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Jasper: Einmal für unterwegs, bitte. Nein, nicht einpacken. Für auf die Pfote, bitte. [Reisebarf für Katzen]

Jasper: Einmal für unterwegs, bitte. Nein, nicht einpacken. Für auf die Pfote, bitte. [Reisebarf für Katzen]

Posted on Apr 28, 2019 in Jasper, Katzenblogs, Katzenernährung | 1 Kommentar

Reisebarf? Wat issn dat? Nun ja, würde dieser Artikel in einem staubig-steifen Magazin erscheinen, dann würde der Titel vermutlich so lauten: „Kann man aus gefriergetrockneten Zutaten eine komplette Barfmahlzeit herstellen, die man dann unterwegs füttern kann, wenn die Katze mit auf Reisen ist?“

Wie wir auf so eine schwachsinnige Idee (ist sie gar nicht *schwör* ) kommen?

Tja, lange, langweilige Geschichte. Das fing damit an, dass Frauchen immer wieder Ausschau nach Alternativen zu diesen Papp-Röhrchen mit gefriergetrockneten Snacks geguckt hat. Die kosten ja kein kleines Geld, aber als Snack sind die einfach klasse. Gefriergetrocknet bedeutet ja quasi: Alle Nährstoffe, nur ohne Wasser. Und das verspricht einen gesunden Snack.

Verschiedene Anbieter gibt es mittlerweile viele, aber bisher fanden wir die nicht alle wirklich lecker. Manche sehen komisch aus oder sind pappig, steinhart oder zerbröseln direkt zu Pulver. Bis Frauchen eines Tages die „Tasty Snack Freezees“ mit Wildfleisch bei Sandras Tieroase entdeckt hat. Da sind wir so ein bisschen hysterisch geworden, als wir die das erste Mal gerochen haben. Für mich sind die fast wie Hase. Konzentrierte, leckere Hasenbrocken *sabber*

Und weil die eigentlich für Hunde sind und da ganz schön große Brocken drin sind, welche Frauchen immer erst klein schneiden muss, kam ihr irgendwie die Idee mit dem Reisebarf. Durch die großen, unregelmässigen Brocken sieht man das erste Mal so richtig, dass es sich um echtes Fleisch handelt. Bei den kleinen Snacks für Katzen – zumeist in Würfelform – kommt das gar nicht richtig durch.

Bisher ist diese BARF-Variante mehr in den USA verbreitet. Dort bekommt man zum Beispiel Komplettmahlzeiten in Beuteln, bereits fertig gemischt. Nur noch das ursprünglich mal geklaute Wasser dazugeben und man hat eine richtige BARF-Mahlzeit, denn das spannende an dem Gefriertrocknungsverfahren ist, dass die Nährstoffe alle erhalten bleiben und nur das Wasser entzogen wird. Das hat einige Vorteile, wie zum Beispiel ein wesentlich geringeres Gewicht oder extrem lange Lagerzeiten, ohne irgendwelche Zusätze wie Konservierungsstoffe dazugeben zu müssen.

Kein Wunder, dass es seit einigen Jahren auch Mahlzeiten für Wanderer und Camper, also für Menschen gibt. Und in ein paar Minuten auch für Katzen. *Zwinkerauge*

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Jasper: Stiftung Jaspertest zeigt die unverfälschten Sieger des 2018er Katzentrockenfuttertests

Jasper: Stiftung Jaspertest zeigt die unverfälschten Sieger des 2018er Katzentrockenfuttertests

Posted on Jun 15, 2018 in Jasper, Katzenernährung, Katzenfutter im Test | 3 Kommentare

Ihr kennt das. Oder?

Da kommt so ein Testbericht von einer Stiftung heraus, die meint, dass sie was ganz Tolles geleistet hat und ihr guckt euch das Trauerspiel an und ihr könntet sogleich das tun, was man so tut, wenn man von etwas unfassbar angenervt ist.

Vermutlich wisst ihr, wovon ich rede. Wenn nicht, dann habt ihr wahrscheinlich gar nicht festgestellt, dass dieses Jahr wieder Trockenfutter für Katzen getestet wurde. Nee, habt ihr nicht? Ist auch besser so. *schwör*

Wir haben ja bisher immer irgendwie reagiert, einen “Jasperleaks”-Artikel geschrieben, einen Aufklärungsartikel, weil uns das sinnlose Gebashe auf den Nerv ging und dieses Jahr haben wir unsere Energie kreativ umgesetzt. Wir haben uns diesmal auch dem niveaulosen und sinnlosen Gebashe hingegeben (irgendwann bricht das einfach so durch, oder?) und uns mal überlegt, wie so Trofupackungen denn aussehen würden, wenn sie von grundehrlichen Firmen hergestellt würden? Wie wären da die Werbeversprechen?

Wir haben ja schon sehr häufig durchblicken lassen, dass wir von Trockenfutter als Basisernährung nichts, aber auch rein gar nichts halten. Aber wie sähen dann so Packungen von solchen Produkten aus?

Und et voilà! Hier sind sie. UNSERE 4 Testsieger der Stiftung Jaspertest.

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Jasper: Kräuter und Katzen – das geht doch gar nicht! Oder?

Jasper: Kräuter und Katzen – das geht doch gar nicht! Oder?

Posted on Mrz 8, 2018 in Jasper | Keine Kommentare

Tja, hey! Wie geht es denn so? Wir haben uns lange nicht mehr gemeldet. Aber uns gibt es noch und wir haben auch Unmengen von bereits angefangener und halbfertiger Artikel in der Schublade. Wir haben uns für euch nämlich fleissig weitergebildet, aber manchmal ist das zeitlich eben nicht so einfach, wenn man ein Frauchen hat, das Hauptjob, Dozieren, Ausbildung zur THP, Phyto-/Mykotherapeutin und Ernährungsberaterin unter einen Hut bekommen muss. Da bleibt dann schon mal was auf der Strecke, auch wenn wir das sehr bedauern.

Damit hier aber nicht alles verstaubt, haben wir heute mal einen kleinen Frühjahrsputz gemacht (Hatschi!) und bringen wenigstens etwas halbveröffentliches in unserem Blog, das aber für viele trotzdem neu sein dürfte.

Wir haben nämlich beim Katzventskalender 2017 der Facebook-Gruppe “Katzenglück” mitgemacht und haben ein paar Beiträge beigesteuert, die wir euch jetzt so nach und nach auch noch im Blog präsentieren. Und da fangen wir einfach mit den Kräutern an.

Jeder kennt es:  Zu besonderen Jahreszeiten gibt es die ein oder anderen Gerüche, die einen so richtig in eine wohlige Stimmung versetzen. Zumeist sind das Gewürze, aber auch das Kräuterhändchen sitzt recht locker in dieser Zeit. Ans (Menschen-)Fleisch muss unbedingt etwas Rosmarin oder Thymian, die Kartoffeln verlassen nicht ohne Petersilie die Servierschüssel.

Kräuter für Zweibeiner schmecken jetzt nicht nur toll, sehen gut aus oder können sogar die Salzverwendung reduzieren, nein, die meisten Kräuter haben auch eine Heilwirkung, weswegen Katzenhalter gerade in dieser Zeit dazu neigen, ihre vierbeinigen Lieblinge auch damit verwöhnen zu wollen. Kräuter gibt es schließlich auch in vielem Dosenfutter und wenn euch Zweibeiner Thymian und Salbei bei einer Erkältung gut tun, dann ist das für Miezi, die leicht verschnupft heute morgen aus der frostigen Dunkelheit hereinspazierte, doch erst recht gut.

So ist euer Gedanke und das ist auch toll, weil Miezi verwöhnen eben immer ein toller Gedanke ist. Leider ist die Realität aber ziemlich bitter, denn es sind nur wenige Kräuter für Miezi geeignet und die meisten davon dürfen auch nur kurzzeitig angewendet werden. Die Kräuter, die man Miezi aus der Hand locker in den Napf werfen kann – und das täglich – lassen sich an einer Pfote abzählen. Oder an zwei. Maximal.

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Jasper: Die Macht der warmen Gedanken [Der Placebo-Effekt bei Katzen]

Jasper: Die Macht der warmen Gedanken [Der Placebo-Effekt bei Katzen]

Posted on Okt 6, 2017 in Jasper, Katzengesundheit | 1 Kommentar

Wir fanden, dass die Welt reif sei für einen solchen Artikel. Da müsst ihr jetzt durch.

Hintergrund ist das ewig hitzig geführte Bashing von Homöopathie- oder Pharmathemen, bei denen es nur Schwarz und Weiß gibt. Man fühlt sich auf ein Schlachtfeld zurückversetzt, bei dem es darum geht dem Gegner möglichst viele Messerstiche zu bescheren. Gut gegen Böse. Licht gegen Schatten. Mordor gegen Gondor. Das Amüsante dabei ist, dass jeder sich aber immer in der jeweils anderen Rolle sieht. Alle sind gut, leuchten hell und können sprechen statt grunzen.

Alternative Medizin aka Scharlatanerie, Schattenmedizin etc. funktioniere nur aufgrund des Placebo-Effekts. Und weil Tiere sich selten selbst warme Gedanken machen, wenn sie ein Mittelchen bekommen, was sie in der Regel gar nicht wollen, reicht es, wenn das Frauchen oder das Herrchen das tun, das nennt man dann „Placebo-by-Proxy“.

Aber was ist ein Placebo-Effekt jetzt überhaupt? Welcher Mechanismus greift da? Warme Gedanken fallen ja eher in die Sparte der Tierkommunikation. Eine Praktik, der wir selbst eher ablehnend gegenüberstehen. Vor allem, wenn es sich um eine „Kommunikation“ aus der Ferne handelt, also man das Tier nur vom Foto oder Telefon kennt. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es in diesem Bereich jedoch auch andere Techniken gibt, die durchaus seriös sein können. Aber kann man eine Praktik, die man ablehnt, durch eine andere Praktik begründen, die man vermutlich auch ablehnt, wenn man mal darüber nachdenkt?

Fragen über Fragen, denen wir jetzt mal der Reihe nach nachgehen werden.

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Jasper: Der schnelle Einstieg ins Katzen BARFen: Das Vollsupplement

Jasper: Der schnelle Einstieg ins Katzen BARFen: Das Vollsupplement

Posted on Sep 11, 2017 in Jasper, Katzenernährung | 7 Kommentare

Am Anfang einer BARFer-Karriere steht meist die Verzweiflung. 

Die Informationen sind zu mächtig, zu verschieden und es gibt viel zu viele veraltete und dadurch schlechte Informationen im Netz oder sogar in Büchern – gedruckt auf Papier für die Ewigkeit. 

Wenn man sich einmal mit der Materie beschäftigt hat, dann möchte man aber SOFORT losziehen und seiner Katze SOFORT all die guten Eigenschaften der Rohfütterung zukommen lassen, die man in ihr sieht. Oder die Katze ist krank oder hat eine Unverträglichkeit auf industrielles Futter, dann möchte man auch so schnell wie möglich umsteigen, so dass es der Katze wieder besser geht. Gerade bei Unverträglichkeiten/Allergien gibt es da teilweise sensationelle Erfolge, wo Katzen nach einem langen Leidensweg innerhalb von einer Woche symptomfrei sind.  

Ein schneller Einstieg ist aber aufgrund der ganzen Informationen eher nicht zu empfehlen. Selbst wenn man sich das ganze Basiswissen innerhalb von 2-3 Wochen im Rahmen eines Kurses, geeigneter Fachliteratur oder einer guten Gemeinschaft erarbeitet, dauert es eine ganze Weile, bis die Informationen wirklich sitzen. Hat man die Hände einmal tief in die Schüssel mit dem Fleischmix vergraben, ist es eher hinderlich, wenn man jetzt nochmal nachblättern muss wie das mit dem Vitamin E war und ob das Lachsöl mit eingefroren werden darf oder ob die Möhren jetzt gekocht oder roh mit rein müssen.  

Ein guter Kompromiss ist es da, wenn man erst mal mit einem Vollsupplement ins Geschehen einsteigt und dann nach und nach lernt, wie es richtig geht, um dann vom ‚Kinderbarfen‘ aufs ‚Erwachsenenbarfen‘ umzusteigen 😉 Denn dauerhaft bei einem Vollsupplement zu bleiben ist unter bestimmten Voraussetzungen auch nicht gut.  

Sag mir doch, schlauer Kater, was ist denn jetzt überhaupt ein Vollsupplement? 

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