Posted on Okt 12, 2014 in LiJaLuJi | 3 Kommentare

Heute wollen wir uns mal mit einem sehr ernsten Thema beschäftigen.

Den Stein ins Rollen gebracht hat eine Meldung über den Tod von Tierärztin Dr. Sophia Yin aus den USA. Wenn man sich ihre Seite anschaut, dann sieht man ein Bild von einem Menschen, der viel im Leben erreicht hat. Lebenslustig, warmherzig, auf jedem Bild ein Lachen. Der Wissensstand ist phänomenal. Der Umgang mit Tieren wirkt sehr respektvoll. Würde man angeboten bekommen mit jemandem das Leben zu tauschen, wäre man leicht geneigt “ja” zu sagen, wenn es sich um das Leben von Sophia Yin handelt.

Sophia Yin ist eine Frau mit Doktortitel, eine Tierärztin, die natürlich zum großen Teil kommerziell, aber eben auch ehrenamtlich tätig war. Über die Tätigkeit als “Animal Behaviorist” ist man immer geneigt zu schmunzeln. “Tierpsychologen” oder “Verhaltenstrainer” scheinen zu abgehoben für unsere Welt, in der immer noch Kinder an Hunger, im Krieg oder durch impfbare Krankheiten sterben. Wir leben aber nun einmal in einem Teil der Welt, in dessen Kultur auch Tiere eine große Rolle spielen.

Und wenn man sich einmal genau anschaut, wieviele Tiere abgegeben oder getötet werden, weil sie verhaltensauffällig sind, dann wird schnell klar, dass Tierpsychologen auch Leben retten können. Ein Hauptmotivator für Sophia Yin, der sie zusammen mit viel Herzblut zu einer der Besten in diesem Bereich gemacht hat. Unzählige Kumpels hat sie vor dem Einschläfern gerettet – Ein Thema, das in den USA deutlich brisanter ist als hier in Deutschland.

Umso erstaunlicher, wenn man hört, dass Sophia Yin Selbstmord begangen hat. Dass sie an Depressionen litt. “Geben wir Tiere denn nicht genug zurück?” ist man versucht sich zu fragen.

Ein wichtiger Motor in diesem Prozess ist Mitgefühl.

Der Grundstein für Mitgefühl wird bereits in eurer Kindheit gelegt. Das erste Haustier, um das man sich kümmern muss, die Tiere, dessen Darstellungen bewusst ‘süsser’ gemacht wurden, als sie oftmals in Wirklichkeit sind. Da sieht auch eine Spinne Thekla noch zum Knuddeln aus. Da quiekt man noch nicht das ganze Haus zusammen, das kommt erst später.

Mitgefühl benötigt Vorbilder, Übung und immer wieder eine Auffrischung.

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