Posted on Jun 22, 2015 | 11 Kommentare

Damals, noch vor dem Balkon, wurde die Mama mal wieder von der Marlene angefixt. Die Marlene ist ja so’n bisschen die “deutsche Kate” , ne? Immer, wenn es was neues zu Spielen oder eine andere Catification gibt, dann kennt die Marlene die als Erste. Und die Mama als Zweite. Und hat das dann oft als Erste. * kicher *

Im März ging es aber um was ganz anderes, nämlich um was zum Selbermachen. Ein Böötchen. Die Mama ist darauf aufmerksam geworden, weil ein total cooles Stoffböötchen irgendwie verlorengegangen ist auf dem Weg zur neuen Bootseignerin, und man zuletzt bei Zalando mitfieberte, ob die das wieder rausrücken würden, nachdem es dort einen ungeplanten Abstecher hingemacht hatte. Ist das damals eigentlich angekommen?

Auf jeden Fall fand die Mama das Böötchen total cool und  hatte dann bei der “Werft” angefragt, ob die auch so eins nähen würde und was das koste und da hatte die Mama schon im Shop rumgeschaut und bevor sie bestellen konnte, hatte die Marlene eine viel bessere Idee. Die hat ihr dann die “Mutterwerft” für das Böötchen verraten, quasi wo man den Konstruktionsplan bekommt.

Und zwar bei der Ann-Kristin im Shop: Schnittmuster Böötchen bei Mikamako

Das Schnittmuster bekommt man dann als ebook, muss die Seiten ausdrucken und zusammenkleben und dann kann man mit der Anleitung zusammen loslegen. Bis zu 10 Böötchen dürfte man im Jahr verkaufen, werden es mehr, dann kauft man einfach noch eine Lizenz dazu und kann dann Böötchen nähen und verkaufen soviel man möchte. Eine spannende Idee für Nähbegeisterte in Tierschutzvereinen, um alte Jeanshosen zu recyclen und die Böötchen unters Volk zu bringen.

Für 2-3 Stündchen Näharbeit kann man da schon einige Euros für nehmen.

Nun denn.

Also die Mama ist bei sowas ja immer größenwahnsinnig. Eigentlich kann die gar nicht nähen. Aber die hat eine Nähmaschine. Schon seit Jahren auf dem Schrank stehen. Und bald hat die auch eine richtig gute * vermut *

Für das Böötchen benötigt man natürlich Stoff. Neben ausrangierten Jeans kann man genausogut so ziemlich jeden anderen Stoff nehmen, der ein bisschen robuster ist. Die Mama hat sich dann für ein Böötchen in Holzoptik entschieden. Den Stoff dafür fand sie nach langem Suchen bei Buttinette: Stoff Fotodruck Holzoptik

Für das Innenleben wurde weißer Fleece gewählt und dann ging es ans Eingemachte:

Ausschneiden, Kleben, Zuschneiden, Lesen, Nähen – das war hier ein Prozess über mehrere Wochen, der gestern endlich ein Ende nahm, nachdem die Mama zum dritten mal das Böötchen von den Fellindianern in der Facebook-Timeline hatte. Insgesamt waren das ca. 3 Stunden an Arbeitszeit. Bis die erstmal raushatte wie die Nähmaschine funktioniert hat das auch nochmal ein paar Stunden gedauert * Augen roll * aber dann ging es. Ich bin ja felsenfest davon überzeugt, dass das Anfängerglück war. Nicht nähen können und dann noch etwas vorzubringen, was auch die Form eines Böötchens hat, das muss Glück sein.

Und so sieht das aus:

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Fehlt noch ein Name – wir kennen den schon, aber die Taufe kommt nochmal extra * verrat * – und dann fehlt natürlich noch ein mutiger Passagier.

Der “Boden” hat auch ein stabiles Aussehen bekommen, das ist ja einfach nur ein extra Kissen. Wir liegen nämlich gar nicht gerne so soft * verrat *:

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So kann man sich da auch hineintrauen:

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Ich gucke gar nicht auf das Leckerchen! soll ich sagen. Ach nee, ich sollte nicht sagen dass ich auf das Leckerchen gucke. So herum war das. Oopsy.

Ist auf jeden Fall noch keiner von uns freiwillig reingegangen, dabei ist das 100% katzentauglich…

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Und? Werdet ihr auch eins selbermachen?