Posted on Sep 30, 2013 | 6 Kommentare

Uih war das eine Aktion. Man stelle sich vor: Es klingelt, 2 fremde Frauen kommen in die Wohnung, packen Dich, stecken Dich in eine Kiste – und verschwinden mit Dir. Türen knallen, alles ist total laut. Und dann pflanzen die Dich einfach irgendwo anders rein und Du sollst das auch noch gut finden. Und selbst sind die dabei total euphorisch und emotional. Ja hallo? Was soll ich denn sagen? Das war doch erst für Mittwoch geplant.

Ich habe mir dann erstmal ein schickes Versteck gesucht, mindestens 2 andere Katzen im Schlepptau. Und habe erstmal die Lage sondiert. War jetzt nicht ganz so übel, aber das durfte ich ja nicht zeigen. Deswegen habe ich da ein paar Stunden ausgeharrt. Dann kam auf einmal die eine hier reingeeiert und hat mich gestreichelt. War ja ganz nett, aber als die wegging bin ich erstmal hinterher und wollte mich beschweren. Das habe ich dann auch gemacht. Habe alles angeknurrt und angekreischt was ging. Habe mich ein paar mal vertan weil ich das selbst im Spiegel war aber beschweren kann man sich nicht ausdrücklich genug. *find*

Meine neue Mama war dann nach einer sehr lauten Nacht mit viel Gepolter, weiterem Gekreische und viel unterbrochenem Schlaf gut mit den Nerven runter und hat sich erstmal bei Nicole ausgeweint. Das war die andere Entführerin. Die hat ihr viele tolle Tipps gegeben wie sie mich mürbe machen kann. Und? Was soll ich sagen? Hat funktioniert. Für alle Katzenkumpels in dieser Welt: Wenn ihr euch mal so richtig beschweren wollt, dann kombiniert Gekreische mit Schlafentzug und die Mama macht alles was ihr wollt. So konnte ich beiden Entführerinnen ein Schnippchen schlagen. Haben die auch verdient für die Entführungsaktion. Das habe ich aus “How to Tell If Your Cat Is Plotting to Kill You” was Jasper mir vorher zugemaunzt hat. Sind etliche wertvolle Tipps enthalten. Der Jasper hat das dann nur aus der Ferne beobachtet und sich einen weggekichert. Ein guter Kumpel.

Den anderen Kumpel, den Stalker 1. Grades, finde ich echt witzig. Der tanzt hier unermüdlich vor meiner Nase rum. Ich bin sicher der war vorher mal Animateur. Die hübsche Rote hat sich bisher immer zurückgehalten, aber heute in der Küche kam sie auf mich zu und hat Nasi-Nasi mit mir gemacht bevor sie dann wieder zurückgeflitzt ist. Die riecht echt lecker nett. Und insgesamt bin ich zu den anderen mittlerweile total nett und entspannt. Die Mama hat heute sogar den Kamin extra für mich angemacht. Naja, am Anfang hat sie es zumindest versucht und geflucht, als sie 1a Holzkohle fabriziert hatte. Danach hat sie das dann aber hinbekommen und das war mollig warm auf meinem Lieblingsplatz, dem Milkaschaffell:

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Als spielverrückt werde ich schon bezeichnet und dann lächelt das neue Frauchen so debil. Und was die hier für abgefahrene Sachen haben. Voll krass. Mein Schatten, der Linus, hat mir ja schon viel erzählt und ich dachte der übertreibt. Aber das hat der gar nicht!

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Mjammi, Bunny.

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Du riechst so gut.

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Ich liebe Dich, Bunny.

Und hier mal mein Schatten:

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Er hat dann auch beobachtet wie Frauchen sich mit den Lichtverhältnissen beim Foto machen abgekämpft hat und kaum etwas brauchbares zustande bekommen hat:

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Im Schlafzimmer hatte sie dann etwas mehr Glück:

So sehe ich aus, wenn ich stehe:

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Und so wenn man sein neues Frauchen entzücken möchte:

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Und Linus, der alte Vorkoster war es dann auch, der sich den Prototyp eines erhöhten Napfes unter die Krallen gerissen hat:

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Ich selbst finde das flache Keramik-Brettchen viel praktischer. Der hohe ist ja auch mehr was für Behinderte *Linus anguck*.

Mir geht’s gut! Und ihr so?