Posted on Jan 23, 2013 | 4 Kommentare

So, da haben wir endlich das tolle Buch von Christine Hauschild zuende gelesen. “Katzenhaltung mit Köpfchen” heisst das. Einerseits haben wir viele tolle neue Sachen gelernt, wie wir Frauchen noch mehr auf den Senkel gehen können – andererseits haben wir aber auch gesehen, daß sie hier vieles richtig macht und daß wir schon echt froh sein können hier gelandet zu sein.

Das Buch handelt über das Zusammenleben von Mensch und Katze und wie der Mensch das Umfeld artgerecht gestalten kann. Auch bekommt der Mensch etliche Tipps an die Hand wie er die Körpersprache und die Bedürfnisse der Katze lesen kann. Über Katze und Katze steht auch einiges drin, aber da wir das jetzt wissen wird das wohl nicht mehr funktionieren. Das Wichtigste an dem ganzen Buch ist jedoch, daß es dem Leser die Welt aus den Augen der Katze zeigt. Der Mensch findet dadurch schnell Verständnis für viele Dinge, die die Katze tut.

Der Ratgeber ist wirklich sehr gut. Alleine die Beschreibung der Handlungsketten mit denen man erwünschte oder unerwünschte Verhaltensoriginalitäten beeinflussen kann ist wirklich toll. Man muss natürlich trotzdem herausfinden, was die Handlung der Katze beeinflussen kann wenn man sie z.B. “bestrafen” möchte. Frauchen hat ja schon länger den Verdacht, daß die Blumenspritze nur bei Jasper zuverlässig wirkt. Die kleine graue Wasserratte scheint das eher noch toll zu finden. Klickertraining wird aufgegriffen, wie man nicht nur Kunststückchen erlernen kann sondern auch bestimmtes Verhalten verändert. Und ja… und daß nicht alles an Verhaltensauffälligkeiten im Kopf sitzen muss sondern auch im Körper sitzen kann.

Update 27.01.2012: Heute haben wir eine interessante Seite dazu gefunden, vonTierärztin und Verhaltenstherapeutin Dr. Ulrike Werner, die auf Ihrer Seite ausführlich die verschiedenen Fälle aufzeigt, bei denen unbedingt körperliche Ursachen ausgeschlossen werden müssen: mögliche Verhaltensstörungen daneben auch tolle Bilder von katzengerechter Wohnungseinrichtung mit einem tollen Tau bis in die Decke.

Hierzu haben wir gestern erst ein eindrucksvolles Beispiel aus dem “Webinar” Einführungseminar Bachblüten für Tiere gehört.  Die THP hatte in dem Seminar ein Fallbeispiel erläutert, wo eine Katze, die immer agressiver wurde und nicht zum Tierarzt zu transportieren war dann einen Hausbesuch “spendiert” bekommen hat und dabei dann festgestellt wurde, daß die Katze schlimme Zahnprobleme hat, die ganz sicher auch starke Schmerzen verursacht haben. Die Katze wurde behandelt, neben den körperlichen Beschwerden (Zahnsanierung) auch mit Bachblüten, um sie überhaupt zur Mitarbeit zu bewegen und anschliessend um das falsche erlernte Verhaltensmuster aufzubrechen und sie für Mitmenschen und -katze zu “öffnen”. Hat auch beides funktioniert. Das soll jetzt keine Werbung für Bachblüten sein, sondern zeigen, daß auch organische Probleme schuld an unerwünschtem Verhalten sein können oder der Auslöser – wie z.B. Harnwegsinfekte bei Unsauberkeit.

Über Bachblüten verliert Frau Hauschild übrigens kein einziges Wort, was wir toll finden, damit nicht irgendjemand auf die Idee kommt mögliche organische Probleme mit Tröpfchen und Pülverchen zu behandeln. Denn natürlich gilt: Erst mögliche Krankheiten ausschliessen.

Darüberhinaus finden wir schon, daß der Buchtitel wörtlich zu nehmen ist und man auch tatsächlich Köpfchen haben muss um die ganzen Denkanstösse und Anregungen verarbeiten und umsetzen zu können. Aber ist ja nicht schlimm, haben wir ja. Für den BILD Leser ist das Buch daher wahrscheinlich eher nicht geeignet. Alle Angaben sind mit Quellen belegt und man merkt schnell, daß sehr umfangreich und detailliert recherchiert wurde. Diese Quellen werden auch mit dem Leser geteilt, so daß dieser noch mehr machen kann wenn er möchte. Und daß er mehr möchte, dazu wird er des Öfteren animiert. Absolut empfehlenswert!