Posted on Feb 19, 2013 | 5 Kommentare

Frauchen und ich bilden uns ja ständig weiter, was das weite Gebiet der Katzenernährung angeht und manchmal macht man kleine Entdeckungen und manchmal halt große.

Eine dieser großen Entdeckungen haben wir über die Seite von Susan Thixton gemacht, auch bei Facebook aktiv. Die Seite heisst “The Truth About Pet Food” was also für die Englisch-Schulschwänzer unter uns “Die Wahrheit über Haustierfutter” heisst. Bei Facebook folgen wir den Nachrichten regelmässig, letztens waren wir auch mal auf der Internetseite und haben ein Buch gesehen, was uns neugierig gemacht hat. Der sehr dramatische Titel “Verbrechen, Lügen und Wahrheit über Haustierfutter” und der noch akzeptable Preis haben Frauchen und mich verleitet auf den “Kauf-Mich” Button zu klicken. Das Buch hat man auch schnell durch, viel zu schnell für unseren Geschmack, aber gleich auf den ersten Seiten gab es eine interessante Statistik.

Wir versuchen ja immer noch herauszufinden, ob man irgendwo Zahlen einsehen kann, welches die häufigsten Todesursachen organischer Art bei Katzen sind. Nierenversagen wird dort an erster Stelle vermutet, aber wirkliche Zahlen gibt es nicht. Die Zahlen könnten dann Aufschluß geben, wie weit der Sumpf der Fehlernährung schon fortgeschritten ist, immer im Hinblick auf die Pottenger Studien.

In dem Buch haben wir jedoch etwas anderes interessantes gefunden. Nämlich die 10 häufigsten Krankheiten, warum ein Katzenhalter den Tierarzt aufsucht. Aufgeführt – jährlich – von der größten Amerikanischen Haustierkrankenversicherung. Und da können wir sicher sein, daß die Zahlen stimmen und zudem ist das Land groß genug, damit die Zahlen als repräsentativ gelten können.

Die Top 10 der Krankheiten waren in 2007 wie folgt:

  1. Erkrankungen der Harnwege
  2. Magenprobleme / Gastritis
  3. Nierenversagen
  4. Darmentzündung / Durchfall
  5. Hautallergien
  6. Diabetes
  7. Dickdarmentzündung / Verstopfung
  8. Ohr-Infektionen
  9. Atemwegsvirusinfekt
  10. Schilddrüsenüberfunktion

In dem Buch kommt jetzt der spannende Teil! Da hat Susan nämlich mal fett markiert, welche der Erkrankungen aller Wahrscheinlichkeit nach aufgrund einer Fehlernährung entstanden sind. Bei den Hunden war das nicht ganz so dramatisch. Aber schaut mal hier, was bei den Katzen rausgekommen ist:

  1. Erkrankungen der Harnwege
  2. Magenprobleme / Gastritis
  3. Nierenversagen
  4. Darmentzündung / Durchfall
  5. Hautallergien
  6. Diabetes
  7. Dickdarmentzündung / Verstopfung
  8. Ohr-Infektionen
  9. Atemwegsvirusinfekt
  10. Schilddrüsenüberfunktion

Ganz schön heftig, oder?

(ab hier Update 20.02.2013, 16:15 Uhr:)

Da wir mittlerweile auch Daten aus 2011 bekommen haben, hier mal im Vergleich wie sich die Rangliste über die Jahre verändert hat:

Die Top 10 der Krankheiten waren in 2009 (aus dem Buch entnommen) wie folgt:

  1. Erkrankungen der Harnwege
  2. Magenprobleme / Gastritis
  3. Nierenversagen
  4. Schilddrüsenüberfunktion
  5. Diabetes
  6. Darmentzündung / Durchfall
  7. Hautallergien
  8. Zahnerkrankungen
  9. Ohr-Infektionen
  10. Augeninfektionen

Und hier mal die Übersicht aus 2011. Insgesamt 485.000 versicherte Tiere haben in 2011 Tierarztkosten in Höhe von 46 Millionen US Dollar verursacht, das sind knapp 95 US Dollar pro Tier. Nachfolgend die 10 häufigsten Ursachen:

  1. Blasenentzündung
  2. Chronische Nierenerkrankungen
  3. Schilddrüsenüberfunktion
  4. Magenverstimmung
  5. Zahnerkrankungen
  6. Diabetes
  7. Darmerkrankungen / Durchfall
  8. Ohr-Infektionen
  9. Hautallergien
  10. Lymphdrüsenkrebs (unschlüssig, ob ernährungsbedingt)

Die Zahnerkrankungen rutschen stetig nach oben, Blasenentzündung und Harnwegsinfekt sind nicht wirklich verschieden, bleiben unangefochten auf Platz 1. Die Nieren sind eins nach oben gerutscht, Diabetes rangiert im Mittelfeld, die Schilddrüse rückt langsam nach oben. Allergien scheinen besser zu werden.

Wenn man sich da überlegt, was Mangelernährung alles anrichten kann. Wie ein chinesisches Sprichwort schon sagt: “Wer der Vater einer Krankheit ist, ist egal. Aber die Mutter ist immer die Ernährung.”