Posted on Aug 15, 2015 in Jasper, Katzenernährung, Katzenfutter im Test | 2 Kommentare

Auch im Jahr 2015 gibt es etliche Wissenslücken, die munter verbreitet werden, als gäbe es kein Morgen. Eine davon wollen wir uns heute mal rauspicken und näher betrachten: Das Wasser in der Dose. Hier ist natürlich die Katzenfutterdose gemeint. Ist aber bei Hundefutter nicht wirklich anders.

Drum prüfe, was sich ewig bindet!

Bevor wir zum Wasser selbst kommen, erklären wir euch nochmal kurz, was Kaltabfüllung und Heißabfüllung bedeuten. Das ist nicht unwichtig für das spätere Verständnis.

Bei der Heißabfüllung wird das Katzenfutter erst in einem großen Kessel zusammengebraut – mit allen Zutaten bei bis zu 85° C. Und wenn das Ganze fertig gebruzzelt ist, dann wird es in die Dose abgefüllt, ggf. kurz bedampft, damit ein Unterdruck erzeugt werden kann und die Dose wird dann sofort verschlossen. Anschließend wird es noch eingekocht, also konserviert – wie die Oma das früher mit der Kirschmarmelade gemacht hat – allerdings bei höllischen 121° C, damit auch wirklich alle Sporen, Keime, etc. beseitigt sind, die Botulismusgefahr verhindert und ein Unterdruck erzeugt wurde, der für die lange Haltbarkeit maßgeblich ist.

Bei der Kaltabfüllung werden alle Zutaten KALT in die Dose gefüllt, bei kalten 4° C und – ihr ahnt es vermutlich schon – die Dose verschlossen. Jetzt habt ihr also eine 4° C kalte Fleischmasse in einer geschlossen Dose. Und ihr ahnt es vermutlich – diese muss jetzt natürlich sterilisiert und konserviert werden, wobei so nebenbei die Fleischmasse darin gart. (Tut sie natürlich nicht nur nebenbei – das wird mit Argusaugen überwacht – aber schonender als die Heißabfüllung ist es für den Doseninhalt dennoch.)

Mich dürstet es. Lass mich von Deinen Lippen trinken!

Bevor wir zu des Pudels Kern kommen, quatschen wir mal noch ein wenig über das Wasser. Sicher habt ihr ja schon alle mal einen Blick auf ein Dosenetikett geworfen und dabei festgestellt, dass es da sog. Analysewerte auf der Dose gibt. Da steht dann hinter dem Makronährstoff Wasser, welche hier gerne als „Feuchte“ oder „Feuchtigkeit“ bezeichnet wird, meist eine Zahl um die 80%. Mal sind es 79%, mal sind es 83%. In seltenen Fällen kann es auch mal 67% oder 73% oder irgendeine andere Zahl sein.

Mehr ist immer besser! Oder?

Mehr