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Fundierte Mieztipps und qualifizierter Unfug von Katzen für Katzen. Und ihr so?

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Jasper: Einmal für unterwegs, bitte. Nein, nicht einpacken. Für auf die Pfote, bitte. [Reisebarf für Katzen]

Jasper: Einmal für unterwegs, bitte. Nein, nicht einpacken. Für auf die Pfote, bitte. [Reisebarf für Katzen]

Posted on Apr 28, 2019 in Jasper, Katzenblogs, Katzenernährung | 1 Kommentar

Reisebarf? Wat issn dat? Nun ja, würde dieser Artikel in einem staubig-steifen Magazin erscheinen, dann würde der Titel vermutlich so lauten: „Kann man aus gefriergetrockneten Zutaten eine komplette Barfmahlzeit herstellen, die man dann unterwegs füttern kann, wenn die Katze mit auf Reisen ist?“

Wie wir auf so eine schwachsinnige Idee (ist sie gar nicht *schwör* ) kommen?

Tja, lange, langweilige Geschichte. Das fing damit an, dass Frauchen immer wieder Ausschau nach Alternativen zu diesen Papp-Röhrchen mit gefriergetrockneten Snacks geguckt hat. Die kosten ja kein kleines Geld, aber als Snack sind die einfach klasse. Gefriergetrocknet bedeutet ja quasi: Alle Nährstoffe, nur ohne Wasser. Und das verspricht einen gesunden Snack.

Verschiedene Anbieter gibt es mittlerweile viele, aber bisher fanden wir die nicht alle wirklich lecker. Manche sehen komisch aus oder sind pappig, steinhart oder zerbröseln direkt zu Pulver. Bis Frauchen eines Tages die „Tasty Snack Freezees“ mit Wildfleisch bei Sandras Tieroase entdeckt hat. Da sind wir so ein bisschen hysterisch geworden, als wir die das erste Mal gerochen haben. Für mich sind die fast wie Hase. Konzentrierte, leckere Hasenbrocken *sabber*

Und weil die eigentlich für Hunde sind und da ganz schön große Brocken drin sind, welche Frauchen immer erst klein schneiden muss, kam ihr irgendwie die Idee mit dem Reisebarf. Durch die großen, unregelmässigen Brocken sieht man das erste Mal so richtig, dass es sich um echtes Fleisch handelt. Bei den kleinen Snacks für Katzen – zumeist in Würfelform – kommt das gar nicht richtig durch.

Bisher ist diese BARF-Variante mehr in den USA verbreitet. Dort bekommt man zum Beispiel Komplettmahlzeiten in Beuteln, bereits fertig gemischt. Nur noch das ursprünglich mal geklaute Wasser dazugeben und man hat eine richtige BARF-Mahlzeit, denn das spannende an dem Gefriertrocknungsverfahren ist, dass die Nährstoffe alle erhalten bleiben und nur das Wasser entzogen wird. Das hat einige Vorteile, wie zum Beispiel ein wesentlich geringeres Gewicht oder extrem lange Lagerzeiten, ohne irgendwelche Zusätze wie Konservierungsstoffe dazugeben zu müssen.

Kein Wunder, dass es seit einigen Jahren auch Mahlzeiten für Wanderer und Camper, also für Menschen gibt. Und in ein paar Minuten auch für Katzen. *Zwinkerauge*

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Jasper: Stiftung Jaspertest zeigt die unverfälschten Sieger des 2018er Katzentrockenfuttertests

Jasper: Stiftung Jaspertest zeigt die unverfälschten Sieger des 2018er Katzentrockenfuttertests

Posted on Jun 15, 2018 in Jasper, Katzenernährung, Katzenfutter im Test | 3 Kommentare

Ihr kennt das. Oder?

Da kommt so ein Testbericht von einer Stiftung heraus, die meint, dass sie was ganz Tolles geleistet hat und ihr guckt euch das Trauerspiel an und ihr könntet sogleich das tun, was man so tut, wenn man von etwas unfassbar angenervt ist.

Vermutlich wisst ihr, wovon ich rede. Wenn nicht, dann habt ihr wahrscheinlich gar nicht festgestellt, dass dieses Jahr wieder Trockenfutter für Katzen getestet wurde. Nee, habt ihr nicht? Ist auch besser so. *schwör*

Wir haben ja bisher immer irgendwie reagiert, einen “Jasperleaks”-Artikel geschrieben, einen Aufklärungsartikel, weil uns das sinnlose Gebashe auf den Nerv ging und dieses Jahr haben wir unsere Energie kreativ umgesetzt. Wir haben uns diesmal auch dem niveaulosen und sinnlosen Gebashe hingegeben (irgendwann bricht das einfach so durch, oder?) und uns mal überlegt, wie so Trofupackungen denn aussehen würden, wenn sie von grundehrlichen Firmen hergestellt würden? Wie wären da die Werbeversprechen?

Wir haben ja schon sehr häufig durchblicken lassen, dass wir von Trockenfutter als Basisernährung nichts, aber auch rein gar nichts halten. Aber wie sähen dann so Packungen von solchen Produkten aus?

Und et voilà! Hier sind sie. UNSERE 4 Testsieger der Stiftung Jaspertest.

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Jasper: Der schnelle Einstieg ins Katzen BARFen: Das Vollsupplement

Jasper: Der schnelle Einstieg ins Katzen BARFen: Das Vollsupplement

Posted on Sep 11, 2017 in Jasper, Katzenernährung | 5 Kommentare

Am Anfang einer BARFer-Karriere steht meist die Verzweiflung. 

Die Informationen sind zu mächtig, zu verschieden und es gibt viel zu viele veraltete und dadurch schlechte Informationen im Netz oder sogar in Büchern – gedruckt auf Papier für die Ewigkeit. 

Wenn man sich einmal mit der Materie beschäftigt hat, dann möchte man aber SOFORT losziehen und seiner Katze SOFORT all die guten Eigenschaften der Rohfütterung zukommen lassen, die man in ihr sieht. Oder die Katze ist krank oder hat eine Unverträglichkeit auf industrielles Futter, dann möchte man auch so schnell wie möglich umsteigen, so dass es der Katze wieder besser geht. Gerade bei Unverträglichkeiten/Allergien gibt es da teilweise sensationelle Erfolge, wo Katzen nach einem langen Leidensweg innerhalb von einer Woche symptomfrei sind.  

Ein schneller Einstieg ist aber aufgrund der ganzen Informationen eher nicht zu empfehlen. Selbst wenn man sich das ganze Basiswissen innerhalb von 2-3 Wochen im Rahmen eines Kurses, geeigneter Fachliteratur oder einer guten Gemeinschaft erarbeitet, dauert es eine ganze Weile, bis die Informationen wirklich sitzen. Hat man die Hände einmal tief in die Schüssel mit dem Fleischmix vergraben, ist es eher hinderlich, wenn man jetzt nochmal nachblättern muss wie das mit dem Vitamin E war und ob das Lachsöl mit eingefroren werden darf oder ob die Möhren jetzt gekocht oder roh mit rein müssen.  

Ein guter Kompromiss ist es da, wenn man erst mal mit einem Vollsupplement ins Geschehen einsteigt und dann nach und nach lernt, wie es richtig geht, um dann vom ‚Kinderbarfen‘ aufs ‚Erwachsenenbarfen‘ umzusteigen 😉 Denn dauerhaft bei einem Vollsupplement zu bleiben ist unter bestimmten Voraussetzungen auch nicht gut.  

Sag mir doch, schlauer Kater, was ist denn jetzt überhaupt ein Vollsupplement? 

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Jasper: Operation ‚Mampf‘ erfolgreich beendet [Fasten von Katzen vor Operationen]

Jasper: Operation ‚Mampf‘ erfolgreich beendet [Fasten von Katzen vor Operationen]

Posted on Mai 25, 2017 in Jasper, Katzenblogs, Katzenernährung, Katzengesundheit | 2 Kommentare

Letztens haben wir eine interessante These gehört. Dr. Andrew Jones, ein enfant terrible der amerikanischen Tierarztszene sagte, dass sein damaliger Mentor Katzen vor Operationen nur 2 Stunden vorher hat fasten lassen, da sonst der Glucosespiegel zu niedrig sei und die Katzen sich dadurch deutlich schwerer in der Aufwachphase tun und auch während der OP das Risiko höher sei. Er hat das seitdem auch so gehandhabt und konnte keine Nachteile erkennen. Im Gegenteil. Nur Vorteile.

Fanden wir spannend. Haben wir so noch nie gehört und wollten wissen, was da dran ist.

Vor der OP – Präoperative Massnahmen

Ein (guter) Tierarzt wird Miez vor einer OP untersuchen und mögliche Risiken abklären. Dazu gibt es eine genormte „ASA-Risikoklassifizierung“ der American Society of Anesthesiologists (ASA), welche von HENKE et al. (2004) für die Anwendung am Tier modifiziert wurde. Die Stufe 1 ist die mit dem geringsten Risiko und die Kandidaten der Stufe 5 sind eigentlich vor der OP schon mit einer Pfote auf der Regenbrücke, aber ohne Operation auf jeden Fall in Kürze auch mit den restlichen Pfoten. Anhand der Risikostufe wird entschieden, welche weiteren Maßnahmen notwendig sind. So werden zum Beispiel mehr Laborwerte angefordert, die Narkosemittel sind andere oder es werden viel mehr Werte während der OP überwacht.  Es gibt noch eine Stufe 6, aber die ist Notmaßnahmen vorbehalten und fällt daher als präoperative Maßnahme raus.

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Jasper: Stiftung Jaspertest – von Windmühlen und Mauern [Stiftung Warentest Katzenfuttertest 2017]

Jasper: Stiftung Jaspertest – von Windmühlen und Mauern [Stiftung Warentest Katzenfuttertest 2017]

Posted on Apr 30, 2017 in Jasper, Katzenblogs, Katzenernährung, Katzenfutter im Test | 3 Kommentare

Stiftung Warentest hat Katzenfutter getestet und endlich ist mal wieder was los in der Katzenszene. Das Thema haben wir damals wie genügend andere Blogger durchgekaut und einiges an neuen Erkenntnissen beigesteuert, die sich dankenswerterweise auch immer noch zahlreicher Klicks erfreuen. Zum einen war das unser Beitrag darüber, welcher Hersteller hinter den getesteten Sorten steht, nur um herauszufinden, dass es am Ende nur wenige gemeinsame Nenner gibt. So stammen die bei Discountern erhältlichen Futter zumeist aus einer einzigen Futterschmiede. Sog. Whitelabelprodukte, die nur wenig Unterschiede haben, aber viele Gemeinsamkeiten. Nachlesen kann man das hier:

Stiftung Jaspertest: Wo geht es nochmal zum Schicksalsberg?

Das hat die Stiftung Warentest dann auch erkannt (oder bei uns gelesen), es sollte dann aber nachgelagert eigentlich schon stutzig machen, dass dies dann zu solch unterschiedlichen Bewertungen führt und als Schlussfolgerung daraus könnte man ja mal die Testkriterien in Frage stellen.

Über den Test an sich und die Bedeutung dessen haben wir uns ebenfalls schon viele Gedanken gemacht und diese im Interview mit dem Katzennetzwerk zum Ausdruck gebracht:

Stiftung Jaspertest – im Interview mit dem Katzennetzwerk

Dort ist auch erwähnt, dass es eben keine Kontrollinstanz gibt, die entscheidet, welches ein gutes Futter ist und was nicht und dass der Halter selbst dafür verantwortlich ist das zu wissen, was dann zu der Tatsache führt, dass wir solch einen Test im Grunde eigentlich sinnvoll finden.

Ja. Finden wir. Das macht ja sonst keiner.

Aber man hätte es gut machen können.

Gut wäre es gewesen, wenn dies z. B. ein Gremium machen würde, dass andere, den Verbrauchern viel brennender auf den Lippen liegende Kriterien wählen würde. Und warum das nach 2014 und dem gewaltigen Shitstorm auch im Jahr 2017 immer noch nicht geklappt hat, das hat uns eigentlich am meisten überrascht.

Warum ist der Test dem von 2014 so ähnlich? Und dem von 2008? Voraussichtlich 2020 steht der nächste Futtertest an. Wie können wir Verbraucher uns verständlich machen, dass wir etwas ganz anderes getestet haben möchten?

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Jasper: Über Vogelgrippe, Katzen und Geflügel im Rohfutter

Jasper: Über Vogelgrippe, Katzen und Geflügel im Rohfutter

Posted on Nov 14, 2016 in Jasper, Katzenblogs, Katzenernährung, Katzengesundheit | 8 Kommentare

Aktuell (November 2016) grassiert wieder die Vogelgrippe in Deutschland. Auf einem Hof in Schleswig-Holstein ist der Sub-Typ H5N8 aufgetreten, was zur Folge hatte, dass der gesamte Bestand von 30.000 Tieren getötet werden muss(te). Zum ersten Mal war eine geschlossene Massentierhaltung betroffen. Normalerweise sind besonders Tiere in Freilandhaltung gefährdet, wenn der Erreger bei dem natürlichen Reservoir, den Wildvögeln (vorwiegend Wasservögeln), aufgetreten ist, weswegen als erstes Stallpflicht in gefährdeten Gebieten verordnet wird.

Die Vogelgrippe hat viele Namen: Aviäre Influenza, hochpathogene aviäre Influenza (HPAI), Vogelgrippe, Geflügelpest, Geflügelpocken (engl.: fowl pox) und eine ganze Reihe an Subtypen mit komischen Namen nach dem Schema H[x]N[y]. Sie tritt regelmässig auf und man denkt dann immer: ‘Oh, die Vogelgrippe ist zurück’, dabei war sie niemals weg. Pragmatisch gesagt handelt es sich dabei um Vogelkacke, konserviert im Eis für Jahrmillionen.

Das Prinzip ist tatsächlich so, dass die Viren über Vögel im Herbst während der Flüge in wärmere Gefilde durch Vogelkacke ihren Weg auf Wasseroberflächen finden, dann mit einfrieren und im Frühjahr nach dem Schmelzen rufen können: “Ich bin wieder da!” Etwas ungünstig ist dies in Gegenden, wo das Eis nicht regelmässig auftaut, sondern auch für mehrere Jahre gefroren bleibt. Dort können sie dann irgendwann rufen: “Wir sind wieder da! Und meine Onkels und Tanten von vor tausend Jahren auch!” [ZHANG et al. 2006]1 [HURT et al. 2014]2 Genauso kann das Virus natürlich während der Zugperioden leicht von A nach B getragen werden.

Die Vogelgrippe ist also ein immerwiederkehrendes Übel – weltweit- mit dramatischen Auswirkungen vor allem für, ihr ahnt es, Vögel. Während sich das Virus im Eis und in Vögeln besonders wohl zu fühlen scheint, ist es aber mit Hitze und einfachen Desinfektionsmitteln gut zu bekämpfen. Jetzt können einige der Viren aber nicht nur Vögeln was anhaben, sondern auch Menschen, Hunden, Frettchen und Katzen und deswegen gibt es diesen Artikel.

  1. Studie: “Evidence of Influenza A Virus RNA in Siberian Lake Ice” – Journal of Virology, Dec. 2006 []
  2. Studie: “Detection of Evolutionarily Distinct Avian Influenza A Viruses in Antarctica” – mBio Journal of the American Society for Microbiology []
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