Posted on Jul 16, 2013 in Jasper, Katzenblogs, Katzenernährung, Katzenfutter im Test, Katzengesundheit | Keine Kommentare

Dieser Artikel ist die Fortsetzung von: Jasper: Reich mir mal die Chips rüber! [Kohlenhydrate in der Katzenernährung – Teil 1]

Und wozu benötigt man Kohlenhydrate in der Katzenernährung jetzt?

Es ist tatsächlich so, daß Katzen geringe Mengen an Glucose als Energie für den Zellstoffwechsel zwingend benötigen. Bliebe diese Energie aus könnten schwere Schäden wie z.B. im Gehirn entstehen. (Erklären wir in Teil 3 nochmal genauer). Die benötigte Glucose können Katzen auch aus Proteinen beziehen und das ist genauso effektiv. Die Kohlenhydrate ‚benötigen‘ tut die Katze also tatsächlich nicht.

Um der Katze jedoch einen angenehmen Stuhlgang zu verschaffen ist es sinnvoll ihr eine Verdauungshilfe in Form von Ballaststoffen zu geben. Vergesst nicht, daß Katzen sich immer erst melden, wenn es bereits zu spät ist. Ob der überaus gutaussehende  und hochintelligente Jasper schon vorher 2 Wochen aua hatte als er versucht hat sich den steinharten Proteinrest rauszudrücken, das wisst ihr nicht. Erst wenn er auf einmal versucht zu drücken und dabei miaut und das erst beim 5. Anlauf klappt und ein kirschgroßer Verdauungsrest hinten rauskommt, dann merkt ihr das. (Ist tatsächlich passiert) Ballaststoffe sind laut aller für diesen Artikel verwendeten Buchquellen in der Rohfütterung übrigens essenziell. Über die Unterschiede reden wir in Teil 3.

Wenn man sich den Bedarf und Nutzen anschaut muss man sich auch die andere Seite anschauen. Ein hoher Gehalt an Kohlenhydraten im Futter, welche man vorwiegend in Supermarkt-Dosenfutter und ganz besonders in Trockenfutter (mjn jn jn jn jn jn jn jn jn jn jn jn jn jn jn jn jn jn – oops, ich stand auf der Tastatur – ich habe Trockenfutter gehört) vorfindet, bewirken eine ganze Reihe von Problemen. Durchfall, Chronische Darmentzündungen, Diabetes, Blasenentzündungen, Übergewicht, Allergien, … die Liste ist lang.

Ok, also wir wissen jetzt wie es geht und was es ist. Wie viel benötigt die Katze nun davon?

Die natürliche Beute liegt bei einem Kohlenhydratgehalt von 2-3 %. Daran hat sich die Katze jetzt schon Trilliarden von Jahren *übertreib* angepasst, das wird auch die Firma mit dem Namen eines Planeten nicht ändern. Und wenn sie es noch so krampfhaft und verzweifelt versucht.

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