Posted on Mrz 5, 2014 | 3 Kommentare

Da hatten wir ja vor einem Jahr schon mal die interessanten News aus dem Buch “Buyer Beware: The Crimes, Lies and Truth about Pet Foodin einem Artikel verfasst, nämlich dass bei den 10 häufigsten Gründen von Tierhaltern in den USA den Tierarzt aufzusuchen der meiste Teil der Krankheiten ernährungsbedingt ist, hatten im April auf die Zahlen aus 2012 in einem extra Artikel hingewiesen und haben jetzt die ersten Zahlen aus 2013 bekommen.

Diese stammen leider nicht von der in den ersten beiden Artikeln genannten VPI (Veterinary Pet Insurance Company) sondern von der Petplan Pet Insurance, die offenbar auch gegen Verletzungen und Unfälle versichert. Zumindest sehen wir diese das erste mal in einer Aufstellung mit dabei. Das Unternehmen bietet auch auf dem europäischen Markt Haustier-Versicherungen an und gehört einem Tochterunternehmen der Allianz-Gruppe.

Die Petplan-Leute haben für 2013 folgende 10 häufigste Gründe festgestellt, für die Kunden einen Leistungsanspruch geltend gemacht haben. Bei über 1 Million Kunden weltweit durchaus  repräsentativ genug, um sich eine Meinung bilden zu können und diese mit kleinen Abzügen auch auf Deutschland beziehen zu können.

  1. Erbrechen und Durchfall
  2. Krebs
  3. Lähmungen
  4. Hauterkrankungen
  5. Allergien
  6. Parodontose
  7. Ohrinfektionen
  8. Verletzungen des Kreuzbands
  9. Harnwegsinfekte
  10. Verschlucken von Fremdkörpern

Zahnbehandlungen sind laut Petplan auf dem Vormarsch, die Kosten für eine durchschnittliche Behandlung sind seit 2009 um 39% bei den Katzen gestiegen. Bei den Hunden nur um 26%.

Magen-/ Darmkrankheiten – zusammengefasst unter Punkt 1 – schlagen mit durchschnittlich 500 USD Behandlungskosten zu Buche, die teuerste Behandlung hat 20.000 USD gekostet für einen 4 Jahre alten Mischlingshund mit ernsthaften Beschwerden.

Die Kreuzbandbeschwerden der Hunde und Katzen haben im Schnitt 2.500 USD pro Tier gekostet, die teuerste Behandlung kam einem 6 Jahre alten Neufundländer zugute mit 14.915 USD.

Leider wird diese Liste nicht nach Hunden und Katzen unterschieden, aber verglichen mit den Aussagen von Susan Thixton sind hier immerhin 5 Erkrankungen zu sehen, die ernährungsbedingt sind (1. 4. 5. 7. 9.).  2. und 6. sehr wahrscheinlich ebenfalls, wobei Krebs vermutlich auch Impfsarkome beinhaltet. Bei 10. könnten wir sagen, dass damit bestimmt die Aufnahme von Trockenfutter gemeint ist *kicher* – das wäre ja dann auch ernährungsbedingt. Kreuzband und Lähmungen stehen erstmal aussen vor.

Etwas überraschend ist hier das völlige Fehlen von solch typischen Krankheiten wie Diabetes, Nierenerkrankungen und Schilddrüsenüberfunktion.

Gespannt sind wir also weiterhin auf die Liste von VPI, die Ende März erscheinen dürfte.

Wie ein Flitzebogen:

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